"godsend" bedeutet "Gottesgabe" oder auch "Geschenk des Himmels"

"Die Sprache ist ein dubioses Handwerkszeug" titelt ein Kapitel in Wolf Schneiders "Deutsch für Profis". Es geht um Logik oder eben auch Nicht-Logik in unserer Sprache. Unter anderem heißt es dort:
"Willkür und historische Zufälle spritzen uns nur so entgegen, wo immer wir die Sprache anstechen. Der Tomatensaft ist aus Tomaten, der Hustensaft ist nicht aus Husten... Der Schoßhund sitzt auf dem Schoß, aber der Schäferhund nicht auf dem Schäfer. Die Feuerwehr bekämpft das Feuer, die Bundeswehr hoffentlich nicht den Bund.
Eine Arbeitspause ist eine Pause zum Nichtarbeiten, eine Atempause jedoch keineswegs eine Pause zum Nichtatmen, sondern zum Atmen - ist nun eine Denkpause eine Pause zum Denken oder zum Nichtdenken?" ...

Wir schmunzeln, wenn wir dieses lesen. Und möglicherweise wird uns in diesem Moment bewußt, wie wenig Gedanken wir uns über unsere Sprache machen. Im Alltag ist das auch gut so. Nicht, dass es nicht löblich wäre, erst nachzudenken und dann zu formulieren. Aber nichts desto trotz benutzen wir im täglichen Gebrauch unsere Sprache intuitiv.

In der Musik ist das oft genauso. In Chor und Orchester wird Mittwoch abends geprobt und musiziert und Stimme und Instrument dabei oft intuitiv genutzt. Gedanken, wie ein einzelner Ton entsteht oder eine Passage, die gerade geprobt wird,  harmonisch aufgebaut ist, machen wir uns zugegebenermaßen oft viel zu wenig.

Trotzdem ist es gut, gerade hier einmal inne zu halten und zu hören und sich begeistern zu lassen von der Vielfalt, die schon ein einzelner Ton birgt.

Ein Ton gewinnt seine Klangfarbe dadurch, dass er sich teilt. Dieses Teilen in die sogenannten Obertöne geschieht nicht willkürlich, sondern harmonisch. Zunächst teilt sich der Ton in seine eigene Oktave, dann in seine Quinte, dann in die Oktave der Quinte und so weiter. Wer genaueres nachlesen möchte, kann diese beispielsweise unter dem Stichwort Obertöne. Aber um die Musiktheorie im eigentlichen Sinne geht es an dieser Stelle nicht.

Es geht um die Faszination eines einzelnen Tones. Und mit einem Satz, mit dem der Referent in einem Workshop zu diesem Thema seine Erklärungen abschloß, entstand schlagartig die Idee für godsend music: Die Töne teilen sich nach oben in Dur und nach unten in Moll und das alles, sagte er, das hat nicht der Mensch gemacht.

Und das war Moment des Innehaltens, der Faszination aber auch der Hingabe und Demut.

Die Idee von godsend music ist es, diese Faszination, Hingabe und Freude über diese Gottesgabe in einem Konzert lebendig werden zu lassen.

Und wer wäre dazu besser geeignet, als der Gospelchor St. Lukas mit seiner Lebensfreude und das Große Blasorchester St. Michael mit seiner Klanggewalt in einem gemeinsamen Konzert?! Ueli Kipfer wird als Special Guest auf dem Euphonium die Faszination Musik meisterhaft unterstreichen.

Lassen Sie sich begeistern und mitnehmen auf eine ungewöhnliche Reise der Klänge!